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Das Prinzip Advanced Press

Lithium Disilikat Keramiken finden im Dentallabor eine immer breitere Anwendung zur Herstellung von Zahnersatz. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit aus und kann neben der CAD/CAM Technik auch im Pressverfahren, ähnlich dem der klassischen Keramikpresstechnik verarbeitet werden.
In diesem Arbeitsprozess zeigen sich jedoch erhebliche qualitative Unterschiede im Ergebnis, was aus einer Sensibilität von Lithium Disilikat gegen hohe Temperaturen, der Verweildauer dort und dem Kontakt mit phosphatgebundenen Einbettmassen resultiert.

Der Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenbereich einer Muffel kann durch klassisches Aufheizen der Brennkammer niemals verhindert werden. Temperaturunterschiede von 30-50°C je nach Größe der Muffel und Leitfähigkeit der Einbettmasse stehen einem konstanten Pressergebnis im Weg. Wird jedoch eine Muffel kurzzeitig mit mehr Energie versorgt, heizt sich ihr äußerer Teil stärker auf als die vorgegebene Verarbeitungstemperatur der Keramik, die sich im Inneren in einer noch „kälteren“ Zone befindet. Nach einer berechneten Zeit der Energiezufuhr schaltet die Heizung des Ofens ab und es beginnt der Wärmeaustausch in Richtung Zentrum der Muffel.


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